Das Land Äthiopien

Äthiopische Flagge
Äthiopien (griechisch Αιθιοπία, von altgriechisch αίθαλο, aíthalo – das sonnengebräunte und οψ, ops – das Gesicht, amharisch Ityop’ya) – zeitweise im Ausland auch als Abessinien bekannt – ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengitsu-Regimes (1991).
Die Landesnatur Äthiopiens nimmt im Rahmen Afrikas eine Sonderrolle ein. Äthiopien ist neben Lesotho das am höchsten gelegene Land des Kontinents: 50 % seiner Fläche liegen höher als 1200 Meter, mehr als 25 % über 1.800 Meter, über 5 % erreichen noch Höhen über 3.500 Meter. Dennoch hat der größte Teil des Hochlands Mittelgebirgscharakter. Hier herrscht gemäßigtes Klima vor. Die Hochlandsränder und die Einschnitte der Flüsse (Nil, Omo, Takaze) sind sehr steil ausgebildet.
Der Großteil Äthiopiens wird vom Hochland von Abessinien eingenommen; in diesem weitläufigen Hochgebirge liegt auch die Hauptstadt des Landes: Addis Abeba (2.370 m ü. NN). Höchster Berg des Hochlandes ist der Ras Daschan Terara (4.545 m); weitere dortige Viertausender sind der Talo (4.413 m), der Guma Terara (4.231 m) und der Guge (4.203 m). Durch die Mitte des Staats zieht sich in Nordost-Südwest-Richtung der Große afrikanische Grabenbruch (der hier auch Abessinischer Graben genannt wird). Auf dessen südöstlicher Seite schließt sich das Somali-Hochland mit dem Deemtu (4.377 m) an. Die tiefste Landesstelle befindet sich mit 116 m unter dem Meeresspiegel in der Koba-Senke westlich der Grenze zu Eritrea.
An Bodenschätzen bietet Äthiopien Mangan, Gold, Platin und Edelsteine. Insbesondere in den Bundesstaaten Afar, Tigray und Amhara werden Ölvorkommen vermutet.

Äthiopisches Hochland
Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat. Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.
Äthiopien blickt auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Es gilt nicht nur als die Wiege der Menschheit, sondern auch als Ursprungsland des Kaffees. Durch seine christlichen Traditionen und die historische Isolation unterscheidet es sich kulturell deutlich von den Staaten Schwarzafrikas. Dies äußert sich unter anderem in der äthiopischen Küche.
(Auszüge aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
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